Lernkultur - Einleitung


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LehrerInneninformation:

Unter dieser Rubrik veröffentlichen wir laufend neue Beiträge aus wissenschaftlicher oder populärwissenschaftlicher Sicht, die sich mit der gesellschaftlichen Enwicklung und den analogen wissenschaftlichen Neuerungen beschäftigen. Um Ihnen das Schmöckern zu erleichtern, haben wir sog. e-papers für sie vorbereitet. Sie können diese Informationen für private Zwecke nuzen, ausdrucken und/oder es als PDF verwenden.

Lesen Sie mehr dazu:


Intelligenz, gut vorbereitet in die Zukunft.

 

aus Focus 42/2009

 

Der Mangel, oder besser gesagt der Unwillen Entscheidungen zu treffen, ist eines der großen Hinderungsgründe warum soziale Prozesse, selbst wenn deren Vorteile bekannt sind, kaum rascher vor sich gehen. Hedonismus, = Unangenehmes vermeiden, nennt man das Verhalten, das eine der wesentlichen Grundlagen dafür bietet. Diese Zurückhaltung ist nicht ganz uneigennützig, denn sie kennzeichnet zunächst den noch unfertigen Menschen, dem es an einem entwickelten Bewusstsein mangelt. Der sich bückt und krümmt, aus Angst vor Ausgrenzung oder gar der Vergeltung.

 

 

Der Mangel an Frieden auf der Welt hat vermutlich sein zweites Standbein in Ignoranz, stereotypem Verhalten und Angst - und bewirkt dadurch das Mitläufertum.   Das, was in ganz banalen Modetrends seinen Anfang nimmt und schließlich im gemeinsamen Weg nach „Stalingrad“ sein brutales Ende findet, wenn man das "Wehret den Anfängen" geflissentlich übersieht. Einen „Bericht von der Banalität des Bösen“, titelte nicht zuletzt deshalb Hannah Arendt ihr weltberühmtes Buch über den Eichmann Prozess in Jerusalem. Es geht also um Paradoxien, die im gesamten Inhalt dieses Webportals eine bestimmende Rolle haben.

 

 

Dieses Defizit (Entscheidungsangst) behindert auch das aktive Lernen in einem ganz besonderen Ausmaß. Lesen Sie also, was der bekannten Gehirnforscher Gerhard Roth aus Bremen in der Titelgeschichte des Focus dazu zu sagen weiß:




Welt der Wunder:

Was sind die Beweggründe menschlichen Handelns?

 

 

Wie an anderer Stelle noch deutlicher beschrieben wird, zielt alles menschliche Handeln auf die erfolgreiche Weitergabe der Gene ab. Um das zu Gewährleisten sind wir zu Wettbewerb nahezu gezwungen. Und Sir Karl Popper geht dabei sogar so weit, dass es feststellt:" Alles Leben ist Problemlösen!" Dieses Problemlösen dem jungen Menchen zu erlernen, ist die Aufgabe der Bildungsinstitutionen, beginnend mit dem Kindergarten und  endend  im sog. Lebenslangen Lernen. Dazwischen leitet uns ein Schema aus Angst und Lust und schafft dabei oft ein Kongomerat an Unbegagen, dem er Einzelnene, weil damit alleingelassen, oft nicht standhalten kan.   




Quelle: Welt der Wunder 11/2009


 

 

  • Titel: Wie funktioniert das Lernen?

    "Guten Morgen, liebe Zahlen": Jeder Lernvorgang verändert das Gehirn. Hirnforscher helfen inzwischen den Pädagogen bei der Entwicklung neuer Lernstrategien. Die zentrale Botschaft der Neurodidaktiker: Kinder können schon sehr früh auch komplexe Dinge lernen, wenn sie ihnen nur bunt und alltagsnah präsentiert werden. (S. 68)
  • Lehrer in der Hardware-Falle: Jede deutsche Schule hat heute einen Internet-Zugang. Doch es fehlt an Ideen, wie Lehrer und Schüler damit umgehen sollen. (S. 74)

  • "Begeisterung diszipliniert": Der Magdeburger Hirnforscher Henning Scheich, 60, über richtigen und falschen Unterricht (S. 76)

     

    Lustgefühl beim Lernen: Der internationale Schultest Pisa und sein innerdeutsches Pendant Pisa-E beweisen, dass ganz verschiedene Wege zum Lernerfolg führen. Aber eines ist allen erfolgreichen Pisa-Ländern gemeinsam: Nur wer auf Leistung und klare Verantwortungen setzt, trimmt seine Schüler fit fürs Leben. (S. 78)

     

     

     


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